Spielberichte 1. Mannschaft

Herbe Schlappe

TuS Hannibal – VfB 08 Lünen 3:0 (0:0)

 

Nach dem spektakulären 5:5 am vergangenen Spieltag gegen Bodelschwingh, hatten sich die Süder für das Spitzenspiel beim TuS Hannibal einiges vorgenommen.

Von Beginn an, sahen die zahlreichen Zuschauer ein munteres Spiel, in dem beide Mannschaften das Mittelfeld schnell überbrückten und offensiv Akzente setzten. Hannibal hatte dann auch die erste erwähnenswerte Torchance mit einem Schuss aus 16 Metern, der über den Querbalken rauschte.

Die Hausherren agierten in der ersten Hälfte sehr druckvoll, die Schlein-Elf hielt allerdings kämpferisch voll dagegen. Die erste Chance für die Gäste entwickelte sich nach einem langen Einwurf von Hilkenbach, der im Zentrum verlängert wurde. Manteis anschließender Kopfball fehlte allerdings die Durchschlagskraft und konnte vom Keeper entschärft werden (14.). Im Gegenzug zeigte sich die VfB-Abwehr zum ersten Mal etwas ungeordnet, als der TuS den Ball hinter die Abwehr passen konnte und aus dem Gewühl heraus zum Abschluss kam. Zum Glück für die Süder strich der Ball über die Latte des Lemke-Kastens. Gefährlich wurden die Hausherren zumeist nach Standardsituationen. Ein solcher Eckball führte in der 22. Minute auch zu einer guten Torchance, als zentral vor dem Tor der Ball von einem Süder Abwehrspieler fast ins eigene Tor verlängert wurde. Der VfB tat sich schwer von der konzentrierten Defensivarbeit der ersten Hälfte auf Offensive umzuschalten. Kreative Momente waren selten. Hilkenbach probierte es kurz vor dem Wechsel noch einmal aus einiger Entfernung, was jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff erspielte sich der VfB die bis dahin größte Torchance des Spieles, als Mantei Christal sehr schön in Szene setzte und dessen Schuss nur das Außennetz streifte.

Die zweite Hälfte begann – leider für den VfB – wie zu oft in dieser Saison mit einem Negativerlebnis. Völlig unbedrängt wurde der Pass zurück gepasst und landete genau im Fuß eines Angreifers der TuS. Gegen die aufgerückten Süder hatten die Hausherren dann in dieser Spielsituation keine Probleme sich vor das Tor zu kombinieren und abzuschließen. Den ersten Ball konnte Lembke noch mit vollem Einsatz parieren, beim Nachschuss hatte der Keeper der Süder dann keinerlei Abwehrchance mehr – und der VfB hatte sich binnen Sekunden um den Lohn einer guten ersten Halbzeit gebracht. In den Folgeminuten wirken die Gäste geschockt, auch wenn den Südern im direkten Gegenzug ein Handelfmeter verwehr blieb. Es dauerte einige Minuten, bis der VfB den Schock aus den Gliedern hatte und auf den Ausgleich drängte. Die größte Gelegenheit den Kampfgeist der Mannschaft auch zählbar zu belohnen, hatte Christal, dessen Direktabnahme aus Halbdistanz über den Kasten strich. Michael Schlein blieb, je länger das Spiel dauerte, nichts anderes übrig, als nach und nach das Risiko zu erhöhen und aufzumachen. Einer der nun zwangsläufig vorkommenden Konter führte dann in der ersten Minute der Nachspielzeit zum vorentscheidenden 2:0. Der zweifelhafte Elfmetertreffer, der wenig später noch folgte, komplettierte die Statistik und besiegelte die – nicht unverdiente – Niederlage des VfB beim TuS Hannibal.

Ärgerlich für die Lüner war an diesem Tag die Art und Weise der Niederlage. Die Mannschaft verkaufte sich selbst unter Wert und belohnt sich derzeit nicht für ihren Einsatz. Für den Rest der Saison bleibt zu hoffen, dass die Köpfe der Spieler vom größten Druck befreit werden und die spielerische Leichtigkeit und Unbeschwertheit zurückkehrt, die den VfB vor einiger Zeit noch ausgemacht hat.

                                                                                                                                              EH

Pflichtsieg – nicht mehr und nicht weniger

VfB 08 Lünen – SG Gahmen 5:0 (2:0)

Es war wieder Derbyzeit im Lüner Süden. An diesem Sonntag trafen der VfB 08 Lünen  und die SG Gahmen an der Dammwiese aufeinander. Während die Gäste stark ersatzgeschwächt antreten mussten, konnte M. Schlein personell aus dem Vollen schöpfen, so dass er sich für das Rotationsprinzip entschied, um allen Spielern Spielpraxis zu geben.

Die Gastgeber, die nicht nur aufgrund der Tabellensituation als klarer Favorit ins Spiel gingen, ließen an ihrer spielerischen Überlegenheit von Beginn an keinerlei  Zweifel aufkommen. Das Spiel lief sehr viel über die rechte Offensivseite. Besonders Riepert und Sohlich harmonierten hier prächtig. Oftmals zog es auch Richter und Christal nach außen, da die vielbeinige SG-Abwehr die Zentrale sehr eng zustellte.

Dem Führungstreffer der Hausherren in der 17. Minute ging eine Vielzahl von Eckstößen voraus, die allesamt zu wenig einbrachten. Bis zur besagten Minute, in der nach einer abgewehrten Ecke der Ball zu Sohlich gelangte. Dieser nahm sich aus 30 Metern ein Herz und der Ball schlug noch leicht abgefälscht im Gästekasten ein. Nicht nur aufgrund seines Treffers war er der auffälligste Spieler der Gastgeber in der ersten Hälfte. Auch in der Folgezeit machte der VfB den Fehler, die Angriffe zu oft durch die Mitte vorzutragen – hier gab es durch die 9 Abwehrspieler von Gahmen nur selten ein Durchkommen.

Der VfB ließ sich durch die Passivität der Gäste allerdings nicht beirren und spielte geduldig weiter. Nach einem Freistoß von Mantei verpasste Richter nur knapp, als sein direkt genommener Schuss an den rechten Außenpfosten klatschte (23.). M. Schlein konnte bis dahin mit dem Auftritt seiner Truppe zufrieden sein, auch wenn in den entscheidenden Situationen der letzte zwingende Pass nicht ankam. Zwingend kamen die Hausherren dann in der 33. Minute noch einmal vor den Gästekasten als Steinhofer den Ball durch das Mittelfeld trieb und auf Riepert ablegte – und dieser mit seinem tollen Schuss zum 2:0 ins linke Dreiangel aus gut 20 Metern dem Keeper keine Chance ließ.

Die totale Überlegenheit der Gastgeber setzte sich auch in der 2. Hälfte fort. Den Anfang machten Richter und Mantei. Letzterer setze Ersteren gut in Szene, Richter scheiterte hier noch aus 5 Metern Torentfernung. Kurze Zeit später fand der Süder Stürmer zu alter Kaltschnäuzigkeit zurück, als er sich sehenswert über rechts im Strafraum durchsetzt und den Ball unhaltbar für den Gästekeeper im langen Eck versenkte (3:0; 64.).

In einem sehr einseitigem Kreisliga A Spiel, in dem die Gäste ohne Torschuss blieben, konnten Christal (direkter Freistoß zentral aus 20 Metern; 68.) und Sudhaus (nach toller Kombination und Vorlage von Gehrmann aus Nahdistanz; 72.) den 5:0 Endstand erzielen.

Insgesamt kann diese Aufgabe für die Süder als bestanden angesehen werden – allerdings wird die Schlein-Elf schon beim nächsten Spiel gegen Körne weitaus mehr gefordert werden.

                                                                                                                                                                                                                                                                                          EH  

Testspiel gegen Wambel

VfB 08 Lünen – Wambeler SV 3:2 (0:1)

 

Zum ersten Testspiel nach der Winterpause trafen sich am vergangenen Sonntag der VfB 08 und der Wambeler SV. Die Lüner hatten von Beginn an zunächst mehr vom Spiel und versuchten mit schnellen Kombinationen die Wambeler zu überraschen. Dies gelang auch zum Teil, nur leider nicht mit dem gewünschten Torerfolg. Eine Ecke von Christal setzte Drews knapp links am Pfosten vorbei und auch Rieperts abgefälschter Schuss fand den Weg nicht in den gegnerischen Kasten. Die beste Gelegenheit in der Anfangsphase hatten die Süder durch ein schönes Zusammenspiel von Christal, der nach längerer Pause ein belebendes Element im Spiel der Hausherren darstellte, und Drews, welcher wiederum Krziwanek in Szene setzte. Zum Leidwesen der Lüner parierte der Gästekeeper dessen Schuss.

In den folgenden Minuten konnte der VfB allerdings nicht an die gute Anfangsphase anknüpfen und das Spiel verflachte zusehends. Fußballreporter pflegen an dieser Stelle von einem taktischen Spiel für Trainer zu sprechen. Eine Torchance konnten sich die Lüner noch herausarbeiten. Sohlich bereitete nach gut einer halben Stunde sehenswert über die rechte Seite vor und Bronheims Schuss strich nur knapp am linken Pfosten vorbei. Einen – wenn auch für die Süder unrühmlichen – Höhepunkt hatte die erste Hälfte noch: Mit ihrer praktisch ersten Torchance gingen die Gäste durch eine unglückliche Rettungsaktion von Klink, der dem machtlosen Lange keine Abwehrmöglichkeit ließ, mit dem Halbzeitpfiff 0:1 in Führung.

Die zweite Hälfte begann wie die erste, nämlich schwungvoll für die Gastgeber. Gehrmann scheiterte in der 50. Minute zwar noch mit einem Freistoßversuch aber Mantei machte es wenig später besser, als sein langer Ball vom linken Strafraumeck immer länger wurde und hinter dem Gästetorwart in die Maschen senkte. Doch die Gäste schüttelten sich kurz und schlugen wenig später nach ca. einer Stunde zurück: Mit einem sehenswerten Doppelpass wurde die Hintermannschaft der Süder ausgespielt und der Gästeangreifer konnte zum 1:2 Zwischenstand einschieben.

Spürbar nachlassende Kräfte des B-Ligisten sorgten in der Folgezeit allerdings dafür, dass der VfB nun zwingender das Spiel an sich reißen konnte und letztlich das Spiel noch drehen konnte: Christal, der an allen drei Toren der Süder beteiligt war, bereitete sowohl das 2:2 von Krziwanek vor (74.) und war sechs Minuten später – beim schönsten Angriff des Spieles – der Doppelpasspartner von Hilkenbach, welcher den 3:2 Siegtreffer erzielen konnte.

Am Ende war dieser Sieg der Schlein-Truppe durchaus verdient, wenn auch ab und an noch etwas Stottern aus dem Motorraum zu vernehmen war. Schon beim nächsten Test am nächsten Wochenende gegen den VfL Kamen kann die Mannschaft einen weiteren Schritt nach vorne tun.

 

EH

Nicht immer zählt nur das Ergebnis

VfL Kemminghausen – VfB 08 Lünen 1:0 (0:0)

 

Der Titel der folgenden Zeilen mag auf den ersten Blick vielleicht verwirren. In der Tat gibt es jedoch Spiele, die in erster Linie nicht wegen des erfolgreichen Ergebnisses im Gedächtnis bleiben – sondern vielmehr aufgrund der Art und Weise wie es bestritten wurde.

In diese Kategorie fällt für die Süder auch das Duell mit den Kemminghausern. Die Lüner versteckten sich von Anpfiff an nicht und begannen selbstbewusst und zielstrebig. Wie das Spiel eventuell verlaufen wäre, wenn Mantei in der 5. Minute nicht im letzten Moment am erfolgreichen Torabschluss gehindert worden wäre, wissen wir nicht, ein Spiel unter anderen Voraussetzungen wäre es allemal geworden.

Das Spiel entfaltete ohne großes Abtasten sofort ein sehr gutes Niveau. In der 12. Minute konnte sich auch Lemke das erste Mal auszeichnen, als er einen Kopfball aus Nahdistanz entschärfte. Das Spiel hielt sich nicht mit großen Pausen auf, was besonders an der druckvollen Spielweise der Lüner lag, von der sich die Gastgeber besonders in der ersten Halbzeit sichtlich beeindruckt zeigten. Leider fehlte in den entscheidenden Momenten an diesem Tag das Fünkchen Glück – so auch in der 18. Minute, als ein Gehrmann-Freistoß aus 25 Metern halbrechte Position erst seinen Weg durch Freund und Feind fand, letztendlich jedoch vor dem endgültigen Einschlag noch auf der Linie geklärt werden konnte.

Die Süder kamen immer wieder druckvoll und gefährlich über die rechte Seite, auf der Krziwanek, Mantei, Richter oder Gehrmann abwechselnd den Kemminghausern große Probleme bereiteten. So unter anderem ein sehenswerter Angriff über Richter, welcher den Ball mit der Hacke auf Krziwanek weiterleitete, dessen Offensivaktion jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Nicht nur offensiv machte der VfB eine gute Figur. Die Defensive erlaubte sich kaum eine Unkonzentriertheit und Lemke war mit hohen Flanken an diesem Tag nicht in Verlegenheit zu bringen.

Die beste Offensivaktionen der Gastgeber bekamen die zahlreichen Zuschauer (davon sicher 1/3 aus Lünen Süd!) in der 39. Minute zu sehen, als der Stürmer der Gastgeber auf der rechten Seite durchbrach und dessen Schuss spektakulär von Skubich von der Linie gekratzt werden konnte. In der besten Phase der VfLer vor der Pause, konnte Lemke in den folgenden brenzligen Situationen zweimal Weitschüsse aus 25 und 16 Metern bravourös meistern. Nicht nur deshalb, sondern aufgrund einer kompakten und überzeugenden Mannschaftsleistung ließ sich der sportliche Leiter der Süder Andy Roch auch zu einem Lob in der Halbzeit hinreißen, in der er von einem „fairen und vor allem sehr guten Kreisliga-A-Spiel“ sprach.

Auch die zweiten 45 Minuten sollten ihn nicht eines Besseren belehren – ganz im Gegenteil, das Spiel nahm an Dramatik und Klasse noch zu. Zu Beginn war von der, in dieser Runde das eine oder andere Mal aufgetretenen, Trägheit des VfB zu Beginn der zweiten Hälfte keine Spur. Sofort nahm die Schlein-Elf die Zweikämpfe wieder an und versuchte ihr Glück im Angriffsspiel zu finden, ohne die stabile Deckung zu vernachlässigen. Besonders die im ganzen Spiel herausragende Laufleistung der Richters, Gehrmanns, Rieperts oder Skubichs – also aller VfBer – bleibt auch dem neutralen Zuschauer im Gedächtnis haften.

Nach einer Stunde befand sich das Spiel auf Messers Schneide und wogte zwischen den Strafräumen hin und her. In der 60. Minute eroberte sich Riepert den Ball am Mittelkreis und schickte Gehrmann auf die Reise doch der Torwart der Gastgeber war Sekundenbruchteile früher am Ball und konnte klären. Nun war es ein echtes Klassespiel – ganz sicher eines der besten Aschespiele in dieser Saison!

Nur eine Minute später erspielten sich die Süder die bis dahin klarste Torchance im Spiel. Der Angriffsschlag der Kemminghauser wurde von der vielbeinigen Abwehr abgefangen und sofort der schnelle Gegenzug eingeleitet: Gehrmann spurtete über seine linke Angriffsseite auf und davon, passte quer auf den mitgelaufenen Mantei und dessen Schuss strich nur Zentimeter am linken Torpfosten vorbei.

Zwanzig Minuten vor dem Ende ereignete sich dann die Situation, die ein eigentlich gerechtes Unentschieden aus Sicht der Süder in einen glücklichen Erfolg der Gastgeber wendete. Einmal war die Defensivreihe unaufmerksam und ließ dem Angreifer zu viel Platz, den er prompt und – zugegebenermaßen auch sehenswert – nutzte und die Kugel aus 25 Metern unhaltbar in die obere linke Torecke jagte.

Nun mussten die Süder alle Reserven mobil machen und die Abwehrreihe lockern, was den Gastgebern Raum zum Kontern einbrachte. Doch auch die Schlein-Elf kam zu weiteren guten Möglichkeiten. In der 78. Minute passte am Strafraum Drews auf Steinhofer und dieser diagonal über die Abwehr zu Klink, welcher den Ball allerdingt haarscharf verpasste. Auch Mantei hatte nach guter Vorarbeit von Gehrmann in der 85. Minute noch eine gute Ausgleichschance. Bezeichnend für diesen Nachmittag war die letzte 100%ige Möglichkeit der Lüner von Gehrmann kurz vor Schluss – bei der es den Gastgebern wiederum erst auf der Torlinie gelang den Ball zu klären.

Das Spiel haben die Süder an diesem Nachmittag vielleicht verloren – doch was in der jetzigen Situation viel wichtiger erscheint ist, dass sie sich als Mannschaft wiedergefunden haben.

 

EH

Spektakulärer Arbeitssieg

VfB 08 Lünen – FC Fortuna (2:1) 5:3

Dass in der Überschrift einerseits von einem Arbeitssieg und andererseits von Spektakel die Rede ist, muss auf die zwei relativ unterschiedlich gearteten Halbzeiten des Kreisliga A Duells der Süder gegen den FC Fortuna zurückgeführt werden.

In der ersten Halbzeit kamen zunächst die Gäste besser ins Spiel. Nach einer Ecke (7.) und einem Schuss von halblinks (10.), die beide Keeper Lemke souverän entschärfen konnte, war den anwesenden Zuschauern schnell klar, dass die Griechen vom FC Fortuna an diesem Sonntag keine einfache Laufkundschaft abgeben würden. Die Gäste pressten gut gegen den Ball und waren bei Kontern stets gefährlich, ohne allerdings die ganz großen Chancen herausspielen zu können.

Nach 20 Minuten zeigte sich der VfB erstmals gefährlich von dem FC-Kasten. Ein Eckball von Riepert landete im Strafraum bei Krziwanek, der leitet weiter auf Drews, welcher mit seinem Kopfball aus 5m den Kasten knapp rechts verfehlte. Das Spiel wurde teilweise mit harten Bandagen geführt und es waren zahlreiche Zweikämpfe zu bestaunen.

Es wurde immer dann gefährlich, wenn die Süder den spärlich vorhandenen Platz nutzten, um schnell und direkt zu spielen. So auch in der 24. Minute. Mantei konnte sich über die rechte Seite stark gegen drei Gegenspieler durchsetzen, in den Strafraum eindringen und Krziwanek in Szene setzen, der seinerseits zwei Verteidiger schwindelig spielte und anschließend Übersicht bewies. Seine gut getimte Flanke segelte genau auf den Kopf von Bronheim, der problemlos einnicken konnte.

Nach den Misserfolgserlebnissen der letzten Wochen, gab dieser sehenswert herausgespielte Treffer den Südern sichtlich Aufwind. Nur vier Minuten später flankte Riepert aus 35m halblinks in den 16er und Richter konnte den Torwart der Gäste aus 7 Metern zum 2:0 Zwischenstand überwinden.

Im Gefühl der überlegenen Führung – welches in dieser Saison besonders dem VfB nicht zu bekommen scheint – wurden die Hausherren in ihren Abwehraktionen ein wenig nachlässiger und dafür in der 35. Minute eiskalt bestraft. Der Ball wurde in der eigenen Abwehrzone leichtfertig vertendelt, der Gästestürmer preschte dazwischen und prüfte Lemke im Kasten, der zunächst noch bravourös parieren konnte – gegen den Nachschuss letztendlich jedoch machtlos war.

Entgegen der – für Süder Anhänger relativ unangenehmen – Angewohnheit des VfB  in dieser Saison regelmäßig den Beginn der zweiten Halbzeit zu verschlafen, startete die Schlein-Elf hoch motiviert in Durchgang zwei. Bereits nach 2 Minuten konnte der 3:1 Führungstreffer bejubelt werden: Gehrmann setzte sich über die linke Seite durch, düpierte zwei Gegenspieler, passte in den Rückraum auf den freistehenden Mantei und dieser bewies alte Kaltschnäutzigkeit und ließ dem Gästekeeper keine Abwehrchance.

Von nun an nahmen die spektakulären Aktionen zu. Der VfB schien sich in einen kleinen Rausch zu spielen. Plötzlich gelangen die Kombinationen und die Zuschauer konnten sich über den ein oder anderen hervorragend vorgetragenen Angriff freuen. Höhepunkt dieser Druckphase der Süder war die 60. Minute. Die schönste Kombination des Spieles hatte auch den verdienten vierten Treffer der Schlein-Elf zur Folge: Gehrmann setzte sich unwiderstehlich in höchstem Tempo in der zentralen Position durch, passte mit dem Außenrist auf Richter, der gedankenschnell in vollem Tempo den Ball auf Krziwanek weiterleitete und dieser den Ball zum 4:1 unter die Latte hämmerte.

Doch in dieser Saison wäre der VfB nicht der VfB, wenn er nicht noch ein paar Gastgeschenke verteilen würde. Aus fast identischer Situation und nahezu ohne ernsthafte Gegenwehr konnte der FC Fortuna in der 63. und 75. Minute zentral vor dem Kasten die Kugel präzise in die Maschen jagen. Zwei Weitschüsse, die den Spielverlauf fast vollends auf den Kopf gestellt hätten. Fast.

Nach zehn durchaus Nerven aufreibenden Minuten konnten die Süder endlich einen Konter zu Ende fahren. Gehrmann überlistete die Abseitsfalle der Gäste und setzte uneigennützig zentral vor dem Kasten Schulte in Szene, der überlegt zum 5:3 Endstand einschieben konnte (85.).

Spektakulär in einem doch eher unrühmlichen Sinne, wurde die Partie zum Schluss durch 2 Platzverweise für die Gäste und einige verbale Auseinandersetzungen mit dem Schiedsrichter nach Abpfiff.

 

 EH

Chance verpasst

VfB 08 Lünen – BV Brambauer 1:1 (1:1)

 

Lokalderbyzeit in Lünen: Am heutigen Sonntag trafen die beiden Lüner Rivalen VfB 08 und BV Brambauer an der Dammwiese aufeinander. Nach dem knappen Erfolg der Süder in der vergangenen Woche sollte heute auf heimischen Platz nachgelegt werden.

Von Beginn an versteckten sich beide Mannschaften nicht und versuchten früh Akzente zu setzen. Bereits in der 1. Minute kam Peitsch zu einem ersten Warnschuss auf den Lemke-Kasten, der Ball flog allerdings links am Tor vorbei. Auch die Süder zeigten sich früh in Person von Mantei, der einen sehenswerten Fallrückzieher ansetzte, welcher aus 6 Metern jedoch nicht sein Ziel fand.

Beide Mannschaften schenkten sich nichts. In der 6. Minute musste Lemke zum ersten Mal aktiv eingreifen – Brambauer spielte sich über Razanica von rechts vor das Tor und Peitsch fand im Süder Torwart seinen Meister.

Freunde des gepflegten Kurzpassspieles kamen heute gewiss nicht auf ihre Kosten, das Spiel war sehr kampfbetont sowie zweikampfreich und lebte von Anpfiff an von der Spannung – bei beiden Mannschaften fand zu selten ein geordneter Spielaufbau statt.

Folgerichtig war auch die Führung der Hausherren nach gut 20 Minuten nicht auf eine herausgespielte Aktion zurückzuführen. Nach einem Einwurf von Hilkenbach setzte sich Richter gegen seinen Gegenspieler durch und jagte die Kugel vom linken Strafraumeck ins rechte Dreiangel – die mit Abstand spektakulärste Aktion der ersten Hälfte.

In der Folgezeit probierte es der VfB immer wieder mit zahlreichen Flanken ins Zentrum aber entweder fand der Ball keinen Abnehmer oder wurde von der vielbeinigen Defensive der Brambauer geklärt. Besonders bei Kontern blieben die Gäste jederzeit gefährlich. So auch in der 36. Spielminute. Einer dieser Gegenstöße führte zu einem Eckball, der mit dem Kopf im Strafraum verlängert wurde und einem Süder an die Hand sprang. Den fälligen Strafstoß nutzte Radtke eiskalt zum Ausgleich.

In der ersten Hälfte kam die Schlein-Elf nur noch einmal gefährlich vor den Krainski-Kasten. Dafür umso energischer: Freistoß Hilkenbach von halbrechts, hoher Ball in den 16er, welcher Drews vor die Füße fällt. Der erste Versuch konnte von der Gästeabwehr noch pariert werden, beim zweiten Versuch musste dann schon eine Blitzreaktion des Keepers und der Pfosten retten (43.min).

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten zogen sich die Gäste ein wenig zurück und überließen zusehends dem VfB das Spiel. Es dauerte allerdings bis zur 57. Minute bis zur nächsten nennenswerten Offensivaktion der Hausherren. Langer Ball von der Mittellinie zum Tor gezogen – Kopfball Drews – Klink rutscht in den Ball, kann die Kugel aber nicht kontrollieren. Chance vertan.

Nach einer Stunde kippte die Partie spürbar. Die Süder waren nun energischer und rannten unablässig an. In der 67. Minute setzt sich Gehrmann über die linke Seite durch, sein Schuss flog allerdings über den Kasten. Die Partie wurde nun zunehmend hektischer. Brambauer beschränkte sich fast ausschließlich aufs Kontern.

Immer wieder flogen die Flanken von rechts und links Richtung Strafraum, ohne dass sich daraus 100%ige Torgelegenheiten ergaben. Die besten hatten Gehrmann und Mantei – der Ball wollte allerdings an diesem Tag einfach nicht mehr ins Tor.

Zum Schluss konnten sich die Süder noch bei ihrem Keeper Lemke bedanken, der kurz vor Abpfiff mit einer Parade zumindest das Unentschieden festhielt.

Unrühmlicher Höhepunkt der zweiten Hälfte war der Platzverweis gegen Hilkenbach, der nach einem Foulspiel das angeregte Gespräch mit dem Schiedsrichter suchte und die gelb/ rote Karte fand (86.).

Insgesamt kann dem VfB kämpferisch überhaupt kein Vorwurf gemacht werden, die Mannschaft trat als eine solche auf – hatte an der einen oder anderen Stelle heute Pech im Abschluss und stand einem Gegner gegenüber, der keinen Meter Boden kampflos herschenkte und daher glücklich aber vielleicht doch nicht ganz unverdient einen Punkt entführen konnte.

EH

 

Auf Messers Schneide

SV Brackel 06 II – VfB 08 Lünen 1:3 (0:2)

 

Nach dem wichtigen Heimerfolg am letzten Wochenende mussten die Süder an diesem Sonntag nach Brackel reisen. Da dies keine leichte Aufgabe sein würde, müsste dem VfB spätestens seit der letzten Saison klar sein, als man sage und schreibe mit 2:8 unter die Räder kam. Nun sollte diese bittere Niederlage mit einem Auswärtssieg vergessen gemacht werden – aber geschenkt bekam die Schlein-Truppe auch diesmal nichts.

Von Beginn an hatte der geneigte Beobachter den Eindruck, dass die Gäste sich einiges vorgenommen hatten. Bereits nach 5 Minuten zappelte der Ball das erste Mal im Netz. Nach einer Ecke tauchte Steinhofer frei vorm Keeper auf – allerdings zu frei, denn der Schiedsrichter erkannte auf Abseits. Trotzdem oder gerade deswegen hatte der VfB in den ersten Minuten ein gefälliges Kombinationsspiel anzubieten. Sowohl über die linke Seite durch Gehrmann als auch über rechts durch Riepert und Drews konnten sehenswerte Spielzüge vorgetragen werden.

Brackel hatte Probleme ins Spiel zu finden, blieb aber über die Standards stets gefährlich. Folgerichtig brachte dementsprechend auch ein Eckball die erste gute Gelegenheit. Der scharf getretene Ball suchte sich seinen Weg durch Freund und Feind im 16er. Brackels Angreifer konnte den Ball jedoch nur mit der Hand unter Kontrolle bringen, so dass der erfolgreiche Torabschluss vom Schiedsrichter zurückgepfiffen wurde.

Für die Schlein-Truppe spielte Klink wieder im defensiven Mittelfeld und auch die Rückkehr von Riepert in die Startelf brachte eine spielerische Bereicherung, der nicht nur bei Freistößen Gefahr für den Gegner ausstrahlte. Nach einer knappen Viertelstunde wurde das Spiel langsam kurios – denn zum dritten Mal landete der Ball im Netz ohne dass sich der Spielstand von 0:0 geändert hätte: Gehrmann hatte Richter in Abseitsposition in Szene gesetzt (14.min). Der VfB war spielerisch dominierend, verlor sich allerdings zu oft im Klein-Klein-Spiel, welches meist nichts Zählbares einbrachte. Immer wenn der VfB geradlinig und schnörkellos spielte, machten sie die beste Figur. So auch in der 21. Minute: Schöner Angriff über die linke Seite, der nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Den anschließenden Freistoß brachte Riepert in den Strafraum. Kurze Verwirrung, dann zog Drews ab, scheiterte allerdings noch am Torwart. Den Abpraller konnte Richter dann aber zum verdienten Führungstreffer im rechten Toreck versenken (21.).

Der Treffer gab den Südern Aufwind und sie ließen nicht locker: Nach einer halben Stunde fasste sich Steinhofer ein Herz und zog aus 25 Metern ab. Den harten Schuss konnte Krause nur Abprallen lassen und Klink schob überlegt im Stile eines Torjägers aus 8 Metern ein. Die ersten 45 Minuten können durchaus als geschlossene Mannschaftsleistung des VfB bezeichnet werden. Die Süder ließen nur eine große Torchance für Brackel zu, als kurz vor der Pause nach einer Kopfballverlängerung Ferreira blank vorm Tor auftauchte, den Ball aber über die Latte setzte.

Wenn man sich die Spiele des VfB in dieser Saison regelmäßig angeschaut hat, musste dem Beobachter heute unweigerlich der Film „…und täglich grüßt das Murmeltier“ in den Sinn kommen, in dem der Hauptdarsteller tagtäglich die gleichen Situationen erlebt. Wieder gönnte sich der VfB eine Minute länger Pause als der Gegner. Anders ist es nicht zu erklären, dass Brackel in der 46. Minute zum Anschlusstreffer kommen konnte. Die Gastgeber spielten sich fast ohne Gegenwehr durchs Mittelfeld und konnten genauso unbehelligt aus 16 Metern den Ball auf den Lemke-Kasten hämmern. Zunächst rettete der rechte Innenpfosten noch für den Keeper, beim Nachschuss durch den wiederum völlig frei stehenden Erdogan war er dann machtlos.

Im Gegenzug hatte Gehrmann die Chance den alten Abstand wieder herzustellen. Der Süder hatte allerdings Pech im Abschluss, da der Ball lediglich an die Unterkante der Latte prallte (47.). In der Folgezeit verflachte das spielerische Niveau der Partie zusehends und die Zweikämpfe wurden härter. Insgesamt waren die Aktionen des VfB zu zerfahren – kaum klare Aktionen.

Bester Lüner an diesem Tag war Tim Gehrmann, der sowohl in der Defensive viele Zweikämpfe gewann als auch offensiv über die linke Seite ständig Gefahr ausstrahlte.

Nach gut einer Stunde brachte dann der Schiedsrichter ein wenig Farbe ins Spiel: Am Mittelkreis ging Riepert mit De Salvo in einen Zweikampf innerhalb dessen er seinen Gegenspieler foulte. Dieser revanchierte sich abseits des Kampfes um den Ball mit einem Tritt, so dass dem Schiedsrichter keine Wahl blieb als Riepert mit gelb zu verwarnen und De Salvo des Feldes zu verweisen.

Obwohl nun zahlenmäßig im Vorteil, gelang es dem VfB nicht das Spiel zu beruhigen und die Hausherren erarbeiteten sich Chance um Chance. Anders als in so manch anderer Partie in dieser Serie stemmte sich der VfB nun jedoch mit aller Macht gegen das Kippen der Partie. Trotzdem war Brackel die letzten 20 Minuten spielbestimmend, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen.

Der VfB beschränkte sich nunmehr aufs Kontern und verpasste durch Schulte (Vorarbeit Riepert) in der 84. Minute die Vorentscheidung. Vor der kämpferischen Einstellung der Gastgeber muss man heute den Hut ziehen – mit 10 Mann waren sie eine halbe Stunde mindestens gleichwertig. Dass es am Ende für den VfB doch noch – vom Ergebnis her – ein klarer Erfolg wurde hatten die Süder Gehrmann und Richter zu verdanken. Während Ersterer mit einem traumhaft öffnenden Pass Übersicht bewies, stellte Letzterer mit dem Abschluss zum 1:3 Endstand in der 90.min seine Kaltschnäuzigkeit unter Beweis.

Ganz wichtig für die Süder war heute die eigene Reaktion nach dem frühen Gegentor in der zweiten Hälfte. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte letztendlich dieser Arbeitssieg unter Dach und Fach gebracht werden. „Nicht schön – aber wertvoll“ hätte die Überschrift zum Spiel auch lauten können.

                                                                                                                                             EH

Zähes Ringen

FV Scharnhorst – VfB 08 Lünen 2:0 (1:0)

 

Das Spiel des Tabellenvierten gegen den Sechsten der Kreisliga A stand für die Süder unter dem Vorzeichen, die vergangenen 90 Minuten gegen Ay Yildiz Derne aus dem Kopf und aus den Beinen zu schütteln – dies gelang leider nur in Ansätzen.

Michael Schlein hatte die Truppe im Vergleich zum letzten Heimspiel taktisch ein wenig umgestellt. Personell blieben dem Coach aufgrund der Verletzungsmisere des Vereins nicht viele Optionen. P. Klink fand sich in der ungewohnten Position des defensiven Mittelfeldspielers wieder. Dafür bildeten Schmidt und Skubich gemeinsam mit Steinhofer die Abwehrreihe.

Die ersten Minuten des Spieles waren von gegenseitigem Abtasten beider Teams geprägt, es war klar erkennbar, dass die Süder bei den spielstarken Scharnhorstern nicht ins offene Messer laufen wollten und sich Trainer Schlein daher für eine defensivere Ausrichtung entschieden hatte. Die Umstellung auf das schwierige Geläuf Asche tat sein Übriges dazu, dass in der ersten halben Stunde nahezu keine gefährlichen Torraumszenen zu beobachten gewesen waren. Die Ausnahme auf Lüner Seite bildete ein scharf hereingetretener Freistoß von Gehrmann aus dem rechten Halbfeld, der von Ries über die Latte gelenkt werden musste. Die anschließende Ecke brachte allerdings keine Gefahr. Erfreulich in den ersten 45min war das aggressive Abwehrverhalten der Süder, die als Kollektiv (die Kenner unter Ihnen werden mir diesen postsozialistischen Ausdruck verzeihen) verteidigten. Die Konzentration auf die Abwehrarbeit hatte allerdings zur Folge, dass kaum offensive Aktionen gestartet wurden und die Offensivabteilung Mantei, Gehrmann, Krziwanek und Richter zu wenige verwertbare Bälle aus dem Mittelfeld bekamen. Leider kann auch nicht für die gesamte erste Halbzeit von einem funktionierenden Abwehrriegel des VfB gesprochen werden. Genau einmal waren die Süder unaufmerksam und schon war es passiert: Pass der Scharnhorster in die Schnittstelle der Abwehr und Lemke hatte gegen den frei vor ihm auftauchenden Butt keine Abwehrchance (42.). Für einen Hoffnungsschimmer kurz vor der Halbzeit sorgte dann noch Klink, dessen Kopfball im Anschluss an einen Freistoß an den Außenpfosten klatschte.

Eine insgesamt allerdings nicht unverdiente Halbzeitführung des FV, der ab Mitte der ersten Hälfte das Heft des Handelns in die Hand genommen hatte und spielbestimmend war sowie mit Noureddien El Yahyaoui den auffälligsten Spieler in seinen Reihe verbuchen konnte. Dem VfB fehlte das kreative Element im Mittelfeld. Erschwerend für die Süder kam hinzu, dass M. Schlein nach einer guten halben Stunde wieder verletzungsbedingt Wechseln musste. Bronheim kam für Holtze.

Die zweite Hälfte startete wie die erste geendet hatte. Scharnhorst gewann die Mehrzahl und v. a. die wichtigen Zweikämpfe, so dass sich die eigentlich starke Offensive des VfB nicht entfalten konnte. Folgerichtig erspielten sich die Hausherren nun auch klarere Torchancen. In der 51. Minute hielten die Gästeanhänger den Atem an, als El Yahyaoui wiederum Butt in Szene setzte und Skubich den Ball von der Torlinie kratzen musste.

Zu dem wirklich bis dahin nicht besonders erbaulichen Spiel des VfB setzte nach einer Stunde ein starker Platzregen ein, der den Untergrund noch schwerer bespielbar machte. Erstaunlicher Weise hatte man nun aber das Gefühl als ob dies dem VfB Auftrieb geben könnte. Die Gäste versuchten nun mit aller Gewalt zurück ins Spiel zu finden – auch wenn dies nicht mit spielerischen Glanzmomenten geschah. Gehrmann setzte sich in der 63. Minute schön über die linke Seite durch, dessen Schuss fehlte allerdings die Präzision und strich links am Kasten vorbei. Steinhofer war mittlerweile ins offensive Mittelfeld vorgerückt und hatte nach 70 Minuten, gut von der rechten Seite von Richter freigespielt, die Chance den Ausgleich zu markieren. Doch auch diesmal ging die Kugel knapp rechts neben das Tor. Fünf Minuten später die vielleicht größte Chance der Gäste im Spiel: Nach einem Eckball von links kommt nach einem Durcheinander im Strafraum Ciecierski an den Ball, kann diesem jedoch nicht genügend Druck entgegenbringen, so dass die Scharnhorster den Ball von der Linie schlagen konnten. Der VfB war nun feldüberlegen, da es den Anschein hatte, als schwanden den Hausherren die Kräfte. Gefährlich blieb Scharnhorst bei den zahlreichen Konterversuchen, die sich durch die Schlussoffensive der Süder nun zwangsläufig ergaben. Wiederholt musste Lemke alles riskieren, um seine Mannschaft im Spiel zu halten. Zwei Minuten vor Ende der Begegnung dann die letzte Chance für den VfB noch einen Punkt aus Scharnhorst zu entführen: Klink wurde über die rechte Seite gut freigespielt und dessen scharfe Hereingabe landete durch einen  Krziwanek-Schuss nur an der Latte. In der Nachspielzeit kam dann was kommen musste, die entblößte Abwehr der Süder musste einen Konter der Hausherren hinnehmen, den nach grandioser Einzelleistung der beste Spieler auf dem Platz El Yahyaoui zum entscheidenden 2:0 nutzen konnte.

Kämpferisch kann den Südern in diesem Spiel sicher kein Vorwurf gemacht werden. Was fehlte war die Fähigkeit die eigene individuelle Klasse in der Offensive richtig in Szene zu setzen und schneller von Abwehr auf Angriff umzuschalten. Die nächsten Spiele werden die Richtung in dieser Saison anzeigen. Der VfB tut gut daran, den Blick nun vorerst nach unten zu richten und sich v. a. spielerisch zu konsolidieren.

 

 EH

 

Zu früh gefreut

VfB 08 Lünen – SF Ay Yildiz Derne 3:4 (3:0)

 

Am vergangenen Sonntag ging der VfB 08 Lünen im Heimspiel gegen Ay Yildiz Derne als Favorit in die Partie, welche für die Süder allerdings einige böse Überraschungen bereit halten sollte.

Beide Mannschaften hielten sich von Beginn an nicht mit Mittelfeldgeplänkel auf. Kurz nach dem Anpfiff gab Richter den ersten Warnschuss auf den Arslan-Kasten ab. Auch Ay Yildiz ließ sich nicht lange bitten und kam durch Ucar in den ersten 10 Minuten zu zwei Chancen, bei denen Keeper Lemke seine Klasse unter Beweis stellen konnte. Der VfB wirkte gehemmt und fand nur sehr schwer in die Partie. Doch immer wenn man in dieser Serie nicht mit den Südern rechnet, schlagen sie eiskalt zu: So geschehen auch in der 14. Minute. Klink schaltete sich mit in die Offensive ein, setzte Holtze schön in Szene und dieser bediente geistesgegenwärtig Krziwanek, der aus kurzer Distanz den sichtlich überraschten Keeper der Gäste überwinden konnte. Mit der ersten guten Torchance gingen die Süder in Führung, von einer hochklassigen Partie aus Sicht der Hausherren konnte allerdings nicht die Rede sein. Ay Yildiz schüttelte sich kurz und kam seinerseits zu einigen Torabschlüssen, die Lemke allesamt entschärfen konnte.

Als das Spiel wieder zu verflachen drohte, schlugen die Lüner den Gästen ein zweiten Mal ein Schnippchen. Steinhofer schnappte sich einen Einwurf und schickte blitzschnell Gehrmann über die linke Seite auf die Reise – dieser konnte nur mittels eines Fouls im 16er am Torabschluß gehindert werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hilkenbach sicher gegen Arslan (29.min). Doch auch dieses Mal hinterließ der Treffer bei den Gästen wenig Wirkung und sie kamen ihrerseits durch Ucar zu zwei guten Torchancen, von denen die erste Lemke, die zweite der Pfosten zunichtemachte.

Den Südern gelang es in der ersten Hälfte (in Person von P.Klink) gut Karayildiz weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen, so dass dieser das Spiel (noch) nicht an sich reißen konnte. Bester Spieler der ersten 45min bei den Gästen war Ucar – bei den Südern machte besonders Krziwanek auf sich aufmerksam, nicht nur weil er auch am dritten VfB-Treffer von Gehrmann in der 36.min beteiligt war (Vorarbeit Richter).

Was dann in der zweiten Halbzeit folgte, hätte in so manchem Wettbüro horende Gewinnsummen auslösen können –zum absoluten Leidwesen des VfB. Die zahlreichen Zuschauer mussten das Gefühl gehabt haben, die Süder hätten die Halbzeitpause für sich auf 30 Minuten verlängert – nicht länger als eine Viertelstunde dauerte es, bis die Süder ihren komfortablen 3-Tore-Vorsprung verspielt hatten. Aber der Reihe nach:

Als der letzte Bissen der (aus eigener Erfahrung wirklich hervorragenden) Süder Currywurst noch nicht ganz heruntergeschluckt war, lag der Ball schon zum 3:1 in den Maschen. Die Süder Abwehrreihe vertendelte leichtfertig vor dem eigenen 16er die Kugel und plötzlich standen zwei Gästeangreifer alleine vorm Kasten und Karayildiz nutzte den ersten ihm vergönnten Freiraum zum Anschlusstreffer.  Kein Grund zur Sorge – dachte sich wahrscheinlich auch die Schlein-Truppe und ließ sich Stück für Stück das Heft des Handelns aus der Hand nehmen. Es kam was kommen musste. Mit einem einfachen Doppelpass überwanden Karayildiz und Ucar die Deckung und Letzterer markierte das 3:2 aus Süder Sicht. Der VfB wirkte nun vollends verunsichert und kam völlig aus der Ordnung. Lemke konnte in der 55.min noch mit guter Parade reagieren, bevor wenig später Kumac völlig unbedrängt aus 16 Metern zum 3:3 Ausgleich abschließen konnte (60.min).

Nach diesen drei Wirkungstreffern brachten die Süder einige Minuten, um das Geschehene zu verarbeiten – mit jedoch nur mäßigem Erfolg. Zu oft spielte die Schlein-Elf zu kompliziert und machte sich das Leben selbst schwer. Ay Yildiz hingegen, beflügelt durch die grandiose Aufholjagt, gelang nun die Aktionen, die dem VfB fehlten. Es dauerte bis zur 87.min bis Hilkenbach sich ein Herz nahm und von der Strafraumkante abzog. Der Schuss konnte vom Torwart nur abgeblockt werden, zum großen Ärger der Süder wurde der erfolgreiche Versuch von Krziwanek den Ball mit dem Kopf im Tor unterzubringen vom Schiedsrichter wegen Abseits zurückgepfiffen. In der Nachspielzeit wurde der bis dahin mäßige Fußballnachmittag zu einem schlechten. Die Derner tankten sich im VfB-Strafraum durch und konnten daran nur mit einem Foulspiel gehindert werden. Den K.O. versetzte dem VfB Kumac, der den Ball unhaltbar für Lemke im Tor unterbrachte.

Nach dem Schlusspfiff war die Niedergeschlagenheit allerorts spürbar. Die Truppe von Trainer Michael Schlein muss sich nun neu sammeln und analysieren, wie es zu dieser zweiten Halbzeit kommen konnte.

Ein Sieg der Moral

Preußen Horstmar – VfB 08 Lünen 2:5 (2:1)

 

Es war Derbyzeit an diesem Sonntag. Am 9. Spieltag der Kreisliga A trafen die beiden bisher bestplatzierten Lüner Teams am Alten Postweg aufeinander.

Der VfB musste auf zahlreiche Stammkräfte verzichten, unter anderem fehlten neben dem langzeitverletzten Maly noch Kurt, Hilkenbach, Riepert und Weis, der sich am letzten Donnerstag im Spiel gegen Nette eine Verletzung am Knie zugezogen hatte.

Dementsprechend hatte Michael Schlein gegen die Schawohl-Truppe sein Team ein wenig defensiver eingestellt. Aus einer sicheren Abwehr wollte der VfB agieren und so Horstmar wenig Raum zur Entfaltung bieten. Soweit die Theorie. Die Praxis machte allerdings nach nur 7 Minuten die zurechtgelegte Taktik zunichte. Was war passiert: Die Horstmarer störten früh den Süder Spielaufbau und erzwangen so einen Fehlpass im Mittelfeld des VfB. Der schnelle und präzise Pass auf Schinck riss ein großes Loch in die Abwehrreihe und der Preuße hatte keine Mühe den Ball mit einem harten Schuss in die kurze Ecke im VfB-Tor zu versenken.

Der frühe Treffer verfehlte seine Wirkung nicht. Der VfB wirkte geschockt und fand in den nächsten Minuten nur schwer ins Spiel. Ganz anders Horstmar. Schinck und Wantoch von Rekowski setzten die Abwehrreihe das ein ums andere Mal stark unter Druck. Es dauerte bis zur 20. Minute bis der VfB sich zum ersten Mal gefährlich vor dem Glaap-Kasten zeigte. Gehrmann setzte sich gut im 1 gegen 1 über die linke Seite durch und seine Hereingabe verpasste Mantei um haaresbreite. In den folgenden Minuten kamen die Süder ein wenig besser in die Partie (Torabschlüsse durch Bronheim (25.)Drews (27.)) ohne die ganz großen Chancen herausspielen zu können. Insgesamt fehlte es der Kreativabteilung des VfB an Ideen, so dass der Spielaufbau oftmals an den Defensivspielern Klink, Skubich und Steinhofer hängen blieb.

Ein Hoffnungszeichen aus VfB-Sicht setzte Richter, der in der 30. Minute aus 18m einen Freistoß an die Latte zirkelte. Diese Chance konnte als Weckruf für den VfB verstanden werden. Das Pressing im Mittelfeld war nun aggressiver und führte in der 34. Minute auch zu zählbarem Erfolg. Einen schönen Konter über Mantei konnte Richter mit einem Hammer von der Strafraumgrenze zum etwas überraschenden Ausgleich abschließen. Beide Mannschaften gaben anschließend kämpferisch alles und die Partie wurde deutlich ausgeglichener. Als sich die zahlreichen Zuschauer bereits auf ein Halbzeitremis eingestellt hatten, belehrten sie die Preußen allerdings eines Besseren und düpierten die Süder Abwehr über ihre linke Angriffsseite. Ojo setzte seinen Körper geschickt ein, gewann den Zweikampf und seinen Pass in die Mittelposition konnte Wantoch von Rekowski mühelos am chancenlosen Lemke ins Tor schieben. Der Süder Torhüter musste wenig später seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand bewahren als er Szczepanskis Schuss aus Nahdistanz bravorös abwehren konnte.  Die Schawohl-Elf konnte dadurch mit einem bis dahin hoch verdienten 2:1 in die Halbzeitpause gehen. Bester Spieler während der ersten 45 Minuten war Schlinck auf Seiten Horstmars.

Schon nach wenigen Minuten kehrte die Schlein-Elf aus der Kabine zurück. Dass sich die Mannschaft noch nicht aufgegeben hatte, stellten die Süder in der folgenden Halbzeit beeindruckend unter Beweis. Den Türöffner bildete wieder einmal eine starke Aktion von Richter, der sich an der Außenlinie den Ball eroberte und in vollem Tempo den Ball vor das Tor flankte, dort stand Gehrmann goldrichtig und netzte zum 2:2 Ausgleichstreffer aus kurzer Distanz ein.

Der VfB wirkte nun wacher, Horstmar kam nur noch sporadisch vor das Süder Tor (Schuss Schinck 63.). Die Atmosphäre auf und neben dem Platz wurde nun zunehmend hitziger. Der VfB-Coach Michael Schlein musste nach einer Diskussion mit dem Schiedsrichter den Rest des Spiels hinter der Bande verfolgen (wenig später musste sich auch Betreuer Peter Tappe demselben Schicksal beugen).  Erstaunlicherweise setze die Auswärtsmannschaft die Aufregung in zusätzliche Moral und Motivation um und war ab Mitte der zweiten Halbzeit das spielbestimmende Team. Die eingewechselten Holtze und Sohlich fügten sich sehr gut in die Mannschaft ein und sorgten defensiv für mehr Stabilität und offensiv für zunehmend gefährliche Aktionen. Der VfB kämpfte sich beherzt zurück ins Match und setzte in Gestalt von Tim Gehrmann und Marius Mantei in der 71. Minute einen Bigpoint. Wiederum gelang Mantei der Durchbruch über die linke Seite, dessen Pass verwandelte Gehrmann zum vielumjubelten Führungstreffer für die Schlein-Elf.

Der VfB hatte das Spiel gedreht und plötzlich kamen die Pässe Horstmars nicht mehr bei den eigenen Mitspielern an. Es gelang der Heimmannschaft nicht mehr an die hervorragende erste Spielhälfte anzuknüpfen. Horstmar warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn, um wenigstens einen Punkt am Alten Postweg zu behalten. In dieser Druckphase nutzte Drews eine Unaufmerksamkeit der Preußen aus, passte sehenswert zu Mantei und dieser setzte Richter glänzend in Szene, der seinen Doppelpack zum 2:4 (85.) schnüren konnte. In der Nachspielzeit belohnte Mantei sich sogar noch selbst für eine überragende zweite Hälfte, indem er nach Vorarbeit von Richter den Ball von der linken Strafraumgrenze zum Endstand von 2:5 in den Winkel schlenzen konnte.

Fairerweise muss dieser Sieg als mindestens ein Tor zu hoch bewertet werden. Preußen Horstmar war besonders in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, konnte das Niveau allerdings nicht über 90 Minuten halten. Die Süder können diesen Erfolg als Sieg der Moral feiern – allerdings sollte das am Ende klare Ergebnis nicht über die Defizite, die sich offenbarten hinwegtäuschen.

                                                                                                                                                 

    EH

Trotz zweier Gesichter zum Erfolg

8. Spieltag VfB 08 Lünen – DSJ SF Nette 4:3 (1:0)

Bei perfektem Spätsommerwetter empfing der VfB 08 Lünen am heutigen Tag der Deutschen Einheit die Mannschaft von DSJ SF Nette. Nach zuletzt zwei Niederlagen hatten die Süder einiges gut zu machen. Dass dieses Bewusstsein bei der Mannschaft angekommen war, wurde zu Beginn des Spieles gleich deutlich. Die Schlein-Truppe störte den Spielaufbau Nettes früh und konnte sich von Beginn an ein spielerisches Übergewicht erarbeiten. Es dauerte allerdings bis zur 21. Minute bis der VfB seine Überlegenheit in ein Tor umsetzen konnte. Drews überbrückte das Mittelfeld mit einem sehenswerten Pass auf Richter und dieser hatte den Blick für den Sturmkollegen Mantei, der die präzise Hereingabe von der rechten Seite im Tor unterbringen konnte. Erfreulich aus Lüner Sicht war die kompakte Abwehrleistung in den ersten 45 Minuten. Die Defensivachse Kurt – Steinhover – Klink – Weis lies während der ersten Halbzeit lediglich zwei Fernschüsse der Gäste zu, die allerdings keine Gefahr für Keeper Lemke brachten. Die Defensivspieler schalteten sich oft auch in den offensiven Spielaufbau ein und konnten gute Chancen durch Mantei (Vorarbeit Klink sowie Weis) in der 27. und 42. Minute vorbereiten. Bis zur Halbzeitpause fielen allerdings keine weiteren Treffer.

Die zweite Halbzeit hielt für die Zuschauer dann einige Kuriositäten bereit – nichts für schwache Nerven. Bemerkenswert war dabei vor allem der Spielverlauf. Nach einem Eckball schnappte sich Mantei die Kugel und seine Hereingabe konnte Drews aus kurzer Distanz zum 2:0 verwerten. Spätestens als Richter in der 62. und 65. Minute zum Doppelschlag ausholte und den Spielstand auf 4:0 dreht, richteten sich die meisten Beobachter auf einen geruhsamen Nachmittag im Lüner Süden ein – doch weit gefehlt! Schon nach einer knappen Stunde schien sich die Partie langsam zu drehen, auch wenn das Ergebnis dies nicht preisgab. Unerklärliche Abspielfehler auf Seiten der Lüner brachten Nette zurück ins Spiel und Torhüter Lemke das ein ums andere Mal in brenzlige Situationen. In der 66. Minute hielt der Süder stark, nachdem im Anschluss an einen Fehlpass innerhalb der Lüner Abwehr der Stürmer frei vorm Tor zum Abschluss kam. In der 75. Minute hatte Lemke dann keine Abwehrmöglichkeit mehr als Welsch eine weitere Unaufmerksamkeit in der Lüner Abwehr zum 1:4 nutzte. Wiederum Welsch gelang zehn Minuten später durch ähnlich unerklärliche Abstimmungsprobleme auf Lüner Seite das zweite Tor für Nette. Der VfB wirkte nun vollends verunsichert und ließ einen schon sicher geglaubten Sieg zur Zitterpartie werden. Die Schlein-Truppe musste in der letzten Minute sogar noch den Anschlusstreffer durch Pahl hinnehmen, der ein drittes Mal einen Fehlpass im Süder Tor unterbringen konnte. Letztendlich konnte der VfB den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit retten.

An die ersten 60 Minuten können die Lüner am kommenden Wochenende gegen Preußen Horstmar anknüpfen. Die Schwächen der letzten halben Stunde wird Trainer Michael Schlein mit seiner Mannschaft in den nächsten Tagen analysieren müssen, um im Lüner Derby bestehen zu können.

 

                                                                                                                                                EH

 

6. Spieltag, 22.09.2013

VfB 08 Lünen – TuS Hannibal 1:3 (1:1)

 

Am heutigen Sonntag traf der VfB 08 Lünen an der Dammwiese auf TuS Hannibal. Beide Mannschaften hatten vor dem Spiel erst je eine Niederlage zu verzeichnen und begannen dementsprechend abtastend das Spiel. Die ersten Minuten waren geprägt von vielen ungenauen Aktionen auf beiden Seiten.

Die erste zielgerichtete Aktion der Gastgeber führte wenig später gleich zu zählbarem Erfolg. Nach einem Eckball konnte der Ball von den Gästen nicht aus der Gefahrenzone gebracht werden und die Hereingabe von Holtze von der linken Seite konnte Drews per sehenswerter Direktabnahme im Kasten unterbringen (9.Minute).

Die nötige Sicherheit verschaffte der Führungstreffer den Hausherren allerdings nicht. Hannibal zeigte sich vom Rückstand wenig beeindruckt und nach Unstimmigkeiten in der Süder Abwehr, die bei einem langen Ball nicht im Bilde war, konnte Berro per Kopf in der 15. Minute unbehelligt einnicken.

Das Spiel hatte nun Fahrt aufgenommen und zwei Minuten später war der VfB erneut am Zuge. Über die linke Seite brach Gehrmann durch und konnte nur durch ein klares Foul im Strafraum am Torschuss gehindert werden. Die nachvollziehbare Folge: Gelb für den Abwehrspieler und Elfmeter. Hilkenbach übernahm die Verantwortung, konnte mit seinem Schuss ins halbrechte Eck den Torwart der Gäste allerdings nicht überwinden.

Das Spiel blieb bis zur Halbzeit hoch interessant für die Zuschauer, da beide Mannschaften eine Reihe von großen Torchancen herausspielten und sich nicht mit Mittelfeldgeplänkel aufhielten. Sowohl Richter als auch Krziwanek scheiterten an Latte und Pfosten. Lemke im Süder Tor musste ein ums andere Mal alles geben, um seine Elf vor dem Rückstand zu bewahren.

In der zweiten Hälfte erwischte wiederum TuS Hannibal den besseren Start. Der VfB tat sich schwer die gewohnte Sicherheit im Passspiel aufzubauen und scheiterte mit seinen Angriffen zu oft an der vielbeinigen Defensive der Gäste. Die spürbare Verunsicherung der Süder ermutigte Hannibal selbst das Spiel in die Hand zu nehmen. Das Spiel konnte in der zweiten Hälfte nicht mehr mit so zahlreichen Torchancen aufwarten. Die beste der Schlein-Elf hatte Richter, der wiederholt den Pfosten auf seine Standfestigkeit prüfte.

In der 70. Minute konnte Hannibal das Spiel dann endgültig drehen, als Celik aus stark abseitsverdächtiger Position einen Konter erfolgreich abschließen konnte. Mochte man eventuell über die Abseitsposition streiten, so war die Führung für die Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Der VfB konnte heute spielerisch nicht an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen – kämpferisch versuchte die Schein-Elf bis zum Abpfiff alles wenigstens einen Punkt im Lüner Süden zu behalten, doch in der Nachspielzeit machte Bourhaial mit einem sehenswerten Heber ims leere Tor alles klar.

Insgesamt war der Erfolg für TuS Hannibal durchaus verdient. Für den VfB wird es nun darauf ankommen unter der Woche die Fehler aufzuarbeiten. Motivieren kann man sich durchaus damit, dass in der nächsten Woche wieder ein Spitzenspiel ansteht. Am Sonntag kann die Schlein-Elf mit einem guten Spiel beim aktuellen Spitzenreiter Osmanlispor einiges wieder gut machen.

 

EH

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